Alles ist möglich: Veganer Heringsstipp

Alles ist möglich: Veganer Heringsstipp

Saftige, salzige Fischstückchen in einer sahnigen Sauce zu warmen, dampfenden Kartoffeln. Mhhh.

Keine Frage: Heringsstipp war schon eines meiner Lieblingsgerichte, als ich noch ein Kind war. Damals hat meine Mutter die gekauften Sahne-Heringsfilets mit Milch verlängert und mit Essig, Salz und Pfeffer nachgewürzt. Das Gericht hatte auf diese Weise etwas suppenartiges, in das sich die Kartoffeln wunderbar stampfen ließen und so einen unfassbar leckeren Brei ergaben.

Mein Geschmack hat sich im Laufe der Zeit etwas verändert. Ich liebe immer noch den fischigen, salzigen Geschmack, mag es aber mittlerweile etwas leichter. Auch von der Konsistenz her mag ich meinen Heringsstipp heute gerne fester.

Veganer Fisch?

Nun, und ich mag es heute veganer. Wie soll so ein Heringsstipp vegan gelingen? Was ersetzt den Fisch?
Die Antwort ist ebenso einfach wie verblüffend: Aubergine. Extra Meergeschmack gibt ein Blatt Nori, das mit der Aubergine gekocht wird. Nori kennst du sicherlich, wenn du schon mal Sushi gegessen hast.


Für dieses Gericht solltest du nach Möglichkeit etwas Zeit einplanen. Nicht, weil es besonders aufwändig ist, sondern, damit der Heringsstipp Zeit hat ordentlich durch zu ziehen. So schmeckt er am besten!

Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Hunger!

Alles Liebe

5.0 from 6 reviews
Heringsstipp
 
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Autor/Author:
Gang/Type: Hauptgericht
Ergibt/Yield: 2 Portionen
Zutaten/Ingredients
Für den Hering:
  • 250 g Aubergine
  • 300 ml Wasser
  • 2 TL Meersalz, gehäuft
  • 4 EL Essig
  • 1 Blatt Nori

Für die Stippe:
  • 400 g ungesüßter Sojaquark - alternativ 500 g ungesüßter Sojajoghurt
  • 3 EL Gurkensud
  • 1 TL Dill
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 4 Cornichons
  • 2 Spritzer Zitrone

Außerdem:
  • 400 g Kartoffeln
Zubereitung/Instructions
  1. Gegebenenfalls den Sojajoghurt über Nacht abtropfen lassen.

  2. Die Auberginenschale mit einem Sparschäler entfernen, die Aubergine längs in Scheiben und dann in Streifen schneiden. Entweder in Streifen weiterverwenden oder noch weiter in Stücke zerkleinern.

  3. Das Wasser mit Salz und Essig verrühren, das Noriblatt und die Aubergine zugeben, aufkochen. Zugedeckt bei geringer Hitzezufuhr 7 Minuten leise köcheln lassen. Im Sud lauwarm abkühlen lassen. Während die Aubergine abkühlt, die Stippe zubereiten.

  4. Dafür den Sojajoghurt zusammen mit dem Gurkensud und dem Dill mit einem Schneebesen glattrühren. Die Zwiebel und Cornichons fein würfeln und zum Joghurt geben und ebenfalls unterrühren. Die Auberginenstücke noch lauwarm in die Stippe geben und unterheben.

  5. Der Heringsstipp sollte mindestens eine Stunde durchziehen können. Anschließend mit Salz abschmecken.

  6. Die Kartoffeln in Salzwasser bissfest garen, pellen (oder auch nicht) und mit Heringsstipp übergießen.
Tipps/Notes
Den Sojajoghurt tropfe ich in einem Kaffeefilter ab (wie auf dem Foto zu sehen ist).

Das Noriblatt zerfällt beim Kochen und sieht etwas unappetitlich aus. Deshalb gebe ich das Blatt in einen frischen Nylonstrumpf, den ich mit Spüli ausgewaschen habe. So kommt der Algengeschmack in den Sud, die Algenfetzen bleiben aber draußen.

22 Kommentare

  1. Conny
    Montag, der 9. April 2018 / 09:07

    Was für ein tolles Rezept, schmeckt so klasse – wir lieben das mit Pellkartoffeln.
    Ich mache immer noch Apfelwürfel dran. Das Noriblatt zerbrösel ich und dann kommt es in einen Teefilter, den ich dann zubinde.

    LG Conny

    • Montag, der 9. April 2018 / 09:10

      Liebe Conny,
      vielen Dank für dein Feedback und deine Bewertung!
      Liebe Grüße
      Rina

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