Alles ist möglich: Veganer Heringsstipp

Alles ist möglich: Veganer Heringsstipp

Saftige, salzige Fischstückchen in einer sahnigen Sauce zu warmen, dampfenden Kartoffeln. Mhhh.

Keine Frage: Heringsstipp war schon eines meiner Lieblingsgerichte, als ich noch ein Kind war. Damals hat meine Mutter die gekauften Sahne-Heringsfilets mit Milch verlängert und mit Essig, Salz und Pfeffer nachgewürzt. Das Gericht hatte auf diese Weise etwas suppenartiges, in das sich die Kartoffeln wunderbar stampfen ließen und so einen unfassbar leckeren Brei ergaben.

Mein Geschmack hat sich im Laufe der Zeit etwas verändert. Ich liebe immer noch den fischigen, salzigen Geschmack, mag es aber mittlerweile etwas leichter. Auch von der Konsistenz her mag ich meinen Heringsstipp heute gerne fester.

Veganer Fisch?

Nun, und ich mag es heute veganer. Wie soll so ein Heringsstipp vegan gelingen? Was ersetzt den Fisch?
Die Antwort ist ebenso einfach wie verblüffend: Aubergine. Extra Meergeschmack gibt ein Blatt Nori, das mit der Aubergine gekocht wird. Nori kennst du sicherlich, wenn du schon mal Sushi gegessen hast.


Für dieses Gericht solltest du nach Möglichkeit etwas Zeit einplanen. Nicht, weil es besonders aufwändig ist, sondern, damit der Heringsstipp Zeit hat ordentlich durch zu ziehen. So schmeckt er am besten!

Ich wünsche euch gutes Gelingen und guten Hunger!

Alles Liebe

5.0 from 5 reviews
Heringsstipp
 
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Autor/Author:
Gang/Type: Hauptgericht
Ergibt/Yield: 2 Portionen
Zutaten/Ingredients
Für den Hering:
  • 250 g Aubergine
  • 300 ml Wasser
  • 2 TL Meersalz, gehäuft
  • 4 EL Essig
  • 1 Blatt Nori

Für die Stippe:
  • 400 g ungesüßter Sojaquark - alternativ 500 g ungesüßter Sojajoghurt
  • 3 EL Gurkensud
  • 1 TL Dill
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 4 Cornichons
  • 2 Spritzer Zitrone

Außerdem:
  • 400 g Kartoffeln
Zubereitung/Instructions
  1. Gegebenenfalls den Sojajoghurt über Nacht abtropfen lassen.

  2. Die Auberginenschale mit einem Sparschäler entfernen, die Aubergine längs in Scheiben und dann in Streifen schneiden. Entweder in Streifen weiterverwenden oder noch weiter in Stücke zerkleinern.

  3. Das Wasser mit Salz und Essig verrühren, das Noriblatt und die Aubergine zugeben, aufkochen. Zugedeckt bei geringer Hitzezufuhr 7 Minuten leise köcheln lassen. Im Sud lauwarm abkühlen lassen. Während die Aubergine abkühlt, die Stippe zubereiten.

  4. Dafür den Sojajoghurt zusammen mit dem Gurkensud und dem Dill mit einem Schneebesen glattrühren. Die Zwiebel und Cornichons fein würfeln und zum Joghurt geben und ebenfalls unterrühren. Die Auberginenstücke noch lauwarm in die Stippe geben und unterheben.

  5. Der Heringsstipp sollte mindestens eine Stunde durchziehen können. Anschließend mit Salz abschmecken.

  6. Die Kartoffeln in Salzwasser bissfest garen, pellen (oder auch nicht) und mit Heringsstipp übergießen.
Tipps/Notes
Den Sojajoghurt tropfe ich in einem Kaffeefilter ab (wie auf dem Foto zu sehen ist).

Das Noriblatt zerfällt beim Kochen und sieht etwas unappetitlich aus. Deshalb gebe ich das Blatt in einen frischen Nylonstrumpf, den ich mit Spüli ausgewaschen habe. So kommt der Algengeschmack in den Sud, die Algenfetzen bleiben aber draußen.

16 Kommentare

  1. Maddy
    Mittwoch, der 22. November 2017 / 19:51

    Obwohl ich eigentlich der absolute “auberginenhasser” bin habe ich dein Rezept aus Neugier probiert. Und ich muss sagen Wahnsinn. Es schmeckt tatsächlich wie heringssalat! Wir waren begeistert .Habe mit Creme Vega und etwas mayo gearbeitet um es etwas “fettiger” zu machen. Danke für dieses tolle Rezept!

    • Mittwoch, der 22. November 2017 / 19:59

      Hey Maddy,
      freut mich, dass es euch geschmeckt hat!
      Danke für deine Bewertung.
      Liebe Grüße
      Rina

  2. Tina
    Samstag, der 11. November 2017 / 12:10

    Lange bin ich um das Heringsrezept drum rum geschlichen, denn Auberginen und ich sind nicht die besten Freunde. …… gewesen 🙂
    Das Rezept ist klasse und so schmecken sie auch mir. Ich bin schwer begeistert.

    • Samstag, der 11. November 2017 / 12:22

      Hi Tina,
      toll, dass du das Rezept dann überhaupt ausprobiert hast!
      Liebe Grüße
      Rina

  3. Julia
    Dienstag, der 22. August 2017 / 21:53

    Heute ausprobiert und ich muss sagen, beim probieren des Stipp ohne Aubergine drin dachte ich nur so… Um Himmels Willen! Da hatte man echt nur Sojajoghurt auf der Zunge!
    Nach dem hinzufügen der Aubergine kam dann die große Überraschung. Echt genial!! Ich finde keine Worte dafür, wie mich dieses Rezept von den Socken haut! Ich persönlich mag es dann tatsächlich sehr sahnig und habe deshalb noch mit etwas Hafercuisine gestreckt, der Rest genauso wie beschrieben und nun muss ich mich zusammenreißen, nicht dieses gute Kilo Stipp einfach stumpf aus der Schüssel zu löffeln, sondern noch bis morgen durchziehen zu lassen. Echt empfehlenswert!!!

    • Dienstag, der 22. August 2017 / 22:06

      Liebe Julia,
      Danke für deine lieben Worte. Es ist tatsächlich so, dass die weiche, salzig-saure Aubergine den Unterschied macht.
      Es freut mich, dass es dir schmeckt. Ich könnte ihn übrigens auch einfach aus der Schüssel löffeln. ?
      Liebe Grüße
      Rina

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