Mein Jakobsweg – Der Weg zum Weg

Mein Jakobsweg – Der Weg zum Weg

Jetzt geht es endlich los. Die wochenlangen Planungen werden nun in die Tat umgesetzt.

Der Tag ging schon ganz früh um drei Uhr los, als der Wecker klingelte. Ich habe mich kurze Zeit später mit zwei Bananen in der Hand und dem Rucksack auf dem Rücken auf den Weg zum Bahnhof gemacht (natürlich zu Fuß) und dabei noch schnell einen Stein aufgesammelt und eingesteckt. Diesen werde ich zum Fuße des Kreuzes in Cruz de Ferro ablegen und mit ihm eine Eigenschaft, die ich ablegen möchte. Vielleicht wird es meine Angst sein? Ich war schon sehr aufgeregt vor der Reise…[cml_media_alt id='6608']stein[/cml_media_alt]Am Flughafen war es, wegen der Uhrzeit, relativ ruhig und ich konnte den Sonnenaufgang über Düsseldorf beobachten. [cml_media_alt id='6607']sonnenaufgang-in-dus[/cml_media_alt]Die Zeit an Board war ganz gut, ich hatte zwei ruhige Sitznachbarn und einen Fensterplatz. Im direkten Vergleich sieht man ganz deutlich das unterschiedliche Klima in Westdeutschland und Nordspanien.

In Madrid bin ich dann planmäßig gelandet und habe mich erstmal auf die Suche nach einer Busverbindung nach León gemacht. Nach 2 1/2 Stunden Wartezeit sollte mich ein Bus in gut 5 Stunden nach León bringen. Wie gut, dass es am Flughafen WLAN gab, so verging die Zeit rasend schnell, als ich ein neues Rezept als Blogbeitrag vorbereitet und ein paar Bilder bearbeitet habe. Was es allerdings nicht gab, war veganes Essen. Zu meinen zwei Bananen gesellte sich dann also nur ein Apfel und eine Flasche Wasser. Ich habe zwar noch ein paar Oreos gefunden, aber da war mir so gar nicht nach. [cml_media_alt id='6609']veganes-essen-in-mad[/cml_media_alt]Ich sage dir, 5 Stunden Busfahrt sind mega-ätzend. Vor allem, wenn die Klimaanlage so eingestellt ist, dass sie dir die Nasenschleimhäute wegätzt. Also habe ich die ganze Zeit meinen Schal vor Nase und Mund getragen. Mein Sitznachbar dachte wahrscheinlich, ich hätte eine ansteckende Krankheit. Zumindest schaute er ein paar Mal mit schrägem Blick in meine Richtung.

Einzige Ablenkung auf der Fahrt war das Buspad, auf dem ich ein wenig Angry Birds spielte und zwei Filme auf spanisch anguckte. Glücklicherweise kannte ich die Filme, sodass ich wusste, worum es ging. Untertitel gab es nämlich nicht. Das angepriesene WLAN funktionierte nicht, so konnte ich die Fahrt leider nicht produktiv nutzen. [cml_media_alt id='6622']die-busfahrt-nach-leon[/cml_media_alt]Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich dann mit schmerzenden Beinen und dem Sonnenuntergang in León an. Und ich konnte auch endlich wieder meinen Pulli ausziehen, denn es waren angenehme 25° C. Nach einem kurzen Blick auf die Karte, konnte ich ganz schnell erkennen, dass das Hotel nur 350 m Fußweg entfernt lag. Die Hausherrin spricht nur spanisch, scheint aber nett zu sein. Ich habe hier ein kleines, einfaches Einzelzimmer und ein Bad, dass ich mir mit 5 anderen Zimmern teile. Getroffen habe ich bisher keinen. Aber ich höre sie schnarchen, fernsehen und rumlaufen ?.
WLAN gibt es auch, zumindest theoretisch, denn es will sich nicht verbinden… Schon ungewohnt, so lange offline zu sein…

Gegen 8 Uhr bin ich noch schnell in einen Supermarkt gegangen um mir ein bisschen Proviant zu holen. Sojamilch gab es in Hülle und Fülle. Ich habe mir ein paar Haferkekse, Nüsse, Bananen, einen Pfirsich und geröstete und gesalzene Maiskörner gekauft.

Nur neun Gehminuten vom meinem Hostel entfernt gibt es ein vegetarisch-veganes Restaurant. Dort habe ich, sofort nachdem es geöffnet hatte, meinen Hunger gestillt. Lies den Bericht über das Restaurant L’union morgen hier, denn ich gehe heute nochmal dorthin ?. Von den bestellten 500 ml Bier haben mich 300 ml umgehauen. Ich konnte nicht austrinken, sonst wäre ich wahrscheinlich betrunken zurück ins Hostel getaumelt. Nicht nur das wenige Essen und Trinken, sondern auch der Schlafmangel könnten Schuld daran gewesen sein. Auf dem Rückweg habe ich einen McDonalds entdeckt und mich unauffällig genähert, um vielleicht ein WLAN-Signal zu erhaschen. Fehlanzeige. Also bin ich zurück ins Hostel gegangen und habe mich hundemüde ins Bett gelegt.

Geschlafen habe ich gut. Bis 6 Uhr zumindest, denn dann machten sich die ersten auf den Weg ins Bad. Ich habe mich aber nochmal umgedreht, da ich Schlaf nachzuholen hatte. Gegen Mittag hatte ich dann auch meinen Schönheitsschlaf, eine Dusche, Wäsche waschen und Frühstücken erledigt und machte mich auf den Weg in die Stadt. Denn heute will ich mir León anschauen.

Wie es in León aussieht, erzähle ich dir im nächsten Beitrag.

Alles Liebe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.