Unterwegs in Marburg

Unterwegs in Marburg

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Die letzten paar Tage habe ich in Marburg verbracht. Neben einer langen Wanderung rund um Marburg habe ich mir auch die Stadt angeschaut und was sie kulinarisch zu bieten hat.

Mit dem Wetter hatte ich richtiges Glück, denn es nicht geregnet und die meiste Zeit hat sogar die Sonne geschienen. Dafür war es ganz schön kalt. Von -2° bis 2° C tagsüber. Aber wenn der Wind nicht so stark war, konnte ich es gut draußen aushalten, solange ich in Bewegung war.

Untergekommen bin ich in der 1-Zimmer-Wohnung von Angelika. Sie hat sogar noch extra ein paar Sachen eingekauft, was ich sehr lieb fand.  Ihre Wohnung hat mir gut gefallen und obwohl sie insgesamt kaum größer als mein eigenes Wohnzimmer ist, habe ich mich sehr wohl darin gefühlt. Gefunden habe ich die Unterkunft bei Airbnb.

Was gibt es in Marburg zu sehen?

Das schönste an Marburg ist sicherlich die Altstadt, auch Oberstadt genannt. Mit ihren kleinen Gassen und alten Gebäuden lädt sie zu schlendern ein. Das kleine Kino hat es mir angetan, ich habe es dann aber leider nicht geschafft dort einen Film zu sehen.

Das Landgrafenschloss liegt oberhalb der Stadt und bietet einen tollen Blick auf Marburg. Im Schloss ist ein Museum, in das ich bei dem schönen Wetter nicht gegangen bin.

Direkt unterhalb des Landgrafenschlosses liegt die Pfarrkirche St. Marien. In ihr war es wunderbar warm und das Licht dort war einfach toll. Vor allem die bunten Lichtpunkte, die die bunten Bleiglasfenster auf den Boden und an die Wände warfen, sahen super schön aus.

Die zweite große und noch bekanntere Kirche, die Elisabethkirche befindet sich im Stadtzentrum. Ist sie deshalb berühmter oder bekannter? Denn schöner fand ich sie nicht. Ich habe nur ein paar Fotos von innen, weil ich kurz vorm Mittagsgottesdienst dort war.

Und auch abseits der Sehenswürdigkeiten gibt es immer tolle Dinge zu entdecken, wenn man nur mit offenen Augen durch das Leben geht.

Kommen wir zu den wichtigen Dingen:

Was gibt es in Marburg veganes zu Essen?

Ich habe mich deutlich mehr in Restaurants versorgt, als ich es sonst im Urlaub tue. Aber auch das ein oder andere Supermarkt-Mahl landete auf meinem Teller.

Was ich dir auf jeden Fall empfehlen kann, ist das Shawarma Haus. Es ist winzig und doch großartig. Das Essen schmeckt fantastisch und die Angestellten oder Besitzer sind super nett. Ich habe dort einen Falafelteller mitgenommen und Zuhause gegessen. Würde ich in Marburg wohnen, wäre ich bestimmt einmal die Woche dort.

Auch sehr lecker waren die Tapas bei Tapas&Co. Neben veganen Tapas gibt es auch veganes Chili und Tortillas. Da ich Chili ziemlich of Zuhause esse, habe ich mich für zwei kalte und zwei warme Tapas entschieden. Schade, dass es keine Pimientos de Padron dort gibt, die habe ich ein wenig vermisst.

Etwas zu fettig war mir der Bean-Burger im Burgerlokal. Schon beim Betreten des Lokals habe ich das Fett gerochen und leider war auch das Essen so fettig. Es war nicht unlecker, aber verglichen mit anderen Burgern in dieser Preisklasse (zum Beispiel bei Hans im Glück) war er nicht so gut. Das Brötchen war pappig statt knusprig und das Patty sehr dünn mit reichlich Paniermehl und wenig saftig. Schade, denn die Jungs dort waren super nett!

Kurz nach meiner Ankunft in Marburg bin ich ein wenig umher gelaufen und habe dabei ein gemütliches Café entdeckt, das Bistro Early. Dort habe ich mir ein Mittagessen gegönnt. Als Vorspeise habe ich Oliven mit Brot bestellt und bekam eine Schale schwarzer Oliven. Ich war von gemischten Oliven ausgegangen, aber sie schmeckten gut, obwohl es nur geschwärzte Oliven waren, statt echter. Abgesehen davon, dass die Penne Arrabiata kein bisschen scharf war und noch eine ordentliche Portion Salz benötigt hat, hat es gut geschmeckt. Auch hier hat man mich sehr freundlich bedient.

Puh, wenn ich das so schreibe, könnte man meinen, ich sei ziemlich wählerisch oder pingelig. Ganz ehrlich? Man könnte mir eine Schale Hummus mit Brot in einem Hundenapf servieren. Solange der Hummus cremig und würzig ist und das Brot frisch, bin ich zufrieden. Was es in manchen Restaurants allerdings zu Essen gibt, entspricht leider nicht immer meinen Qualitätsansprüchen. Liebe Gastronomen, benutzt gute Zutaten (zum Beispiel echte schwarze Oliven) und geizt nicht mit Gewürzen!

Einmal pro Tag Essen zu gehen, schien mir genug, also habe ich auch einige Mahlzeiten gehabt, die ohne viel Aufwand aus dem Supermarkt auf den Teller kamen, wie zum Beispiel veganes Sushi von EatHappy im Rewe, wo ich auch den Edamame-Quinoa-Salat gekauft habe.

Auch lecker und ebenfalls im Rewe gekauft habe ich eine Salatmischung, die ich mit LikeMeat Hähnchen-Stücken und der Sylter Salatfrische von Zum Dorfkrug aufgepeppt habe.

Mein Frühstück war der Einfachheit halber einfach eine Portion Müsli mit Sojajoghurt, Banane und Blaubeeren. Weil das Gefrierfach in der Wohnung defekt war, habe ich ausnahmsweise mal frische Beeren genommen.

Genascht habe ich neben den ganzen Leckereien auch noch und wurde dabei plötzlich zum Geizkragen. Eigentlich ist mir ziemlich egal, wieviel ich für Lebensmittel ausgebe. Ich habe auch schon mal ein Pfund grünen Bio-Spargel für 10 EUR gekauft, weil er einfach perfekt war. Aber dieses Mal war ich irgendwie zu geizig. Nach einem Abendessen wollte ich gerne noch ein Dessert haben, also bin ich zur Eisdiele gegangen, bei der ich am Vortag veganes Eis gesehen hatte. Sie hatte natürlich schon geschlossen. Da der Rewe in Marburg relativ viele vegane Lebensmittel anbietet, wollte ich mein Glück versuchen und dort nach den Non-Dairy Sorten von Ben & Jerry’s Ausschau halten. Bingo! Das Chunky Monkey gab es dort. Es war sogar im Angebot für 4,99 EUR statt 6,79 EUR. Auf dem Weg zu Kasse fiel mir dann das einfache Schokoladeneis von Rewe ins Auge, das ich auch sehr lecker finde. Dieses kostet regulär 2,99 EUR. Das muss man sich mal wegtun! Hab ich dann auch und habe das Bananeneis weggestellt und das Schokoladeneis von Rewe genommen. Ich hab’s irgendwie nicht eingesehen. Ich verstehe, dass das Eis von Ben & Jerry’s aus Mandeln gemacht wird und somit teuerer von den Zutaten her ist, als das Soja-Eis von Rewe. Ich habe allerdings nichts gegen Soja… Vielleicht wird das Eis ja irgendwann mal günstiger und ich probiere es dann.

Ich bin mit dem Auto nach Marburg gefahren und hatte riesiges Glück, dass ich in einer Seitenstraße einen Parkplatz gefunden habe, der kostenfrei war und nicht Anwohnern vorbehalten. Von daher kann ich dir keine Parktipps geben.

Alles in allem hatte ich einen wundervollen, kurzen Urlaub in einem wirklich schönen Marburg.

Alles Liebe

4 Kommentare

  1. Ruth
    Sonntag, der 1. April 2018 / 21:04

    Dein Bericht hat Erinnerungen geweckt. Auch ich habe in Marburg studiert, allerdings ist das eine Ewigkeit her. Als ich vor wenigen Jahren mal wieder dort war, habe ich vergeblich nach einem veganen Restaurant Ausschau gehalten. Schön, dass es inzwischen offenbar doch mehrere Möglichkeiten gibt. Wird vorgemerkt für den nächsten Besuch. Vielen Dank!

    • Rina
      Rina
      Autor
      Sonntag, der 1. April 2018 / 21:12

      Gern geschehen. Und viel Spaß bei deinem nächsten Besuch!

  2. Sonntag, der 4. März 2018 / 16:40

    Yeah, in Marburg habe ich studiert! Ich war damals allerdings noch kein Veganer, deshalb fand ich es gerade sehr spannend, zu lesen, wo und was du gegessen hast!

    • Rina
      Rina
      Autor
      Sonntag, der 4. März 2018 / 17:40

      Liebe Anne,
      das glaube ich dir gerne. Ich wäre da auch ganz neugierig gewesen.
      Liebe Grüße
      Rina

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