Mein Jakobsweg – Der letzte Tag in Finisterra

Mein Jakobsweg – Der letzte Tag in Finisterra

Es ist soweit: Der letzte Tag meiner Reise ist nun da und ich verbringe ihn mit meinen neuen Freunden Kathi, Sandra, Matti, Lara, Julia und noch vielen mehr.

Den Vormittag faulenze ich mit Kathi am Strand. Wir suchen Muscheln, gehen am Wasser entlang und liegen im Sand.

Während wir dort liegen, kommen Julia und Lara an. Sie sind den Weg von Santiago nach Finisterra zu Fuß gegangen und ich freue mich, die beiden wieder zu sehen. Wir verabreden uns für den frühen Abend, um zum Leuchtturm zu gehen und den Sonnenuntergang anzuschauen. Vorher gehen Kathi und ich aber noch nachmittags in das Café-Geschäft, das die Goa-Fashion anbietet und ich esse endlich die Gemüsebratlinge mit Pommes und Salat. Für die hatte ich mich schon am Montag entschieden, als ich zum ersten Mal mit Anna und Solveig hier war, um eine Hose für Solveig auszusuchen. Das Essen ist super lecker! [cml_media_alt id='7317']Finisterra[/cml_media_alt]Danach gehe ich in die Albergue, um schon mal zu packen. Meine Wanderschuhe sind so abgelaufen, dass ich sie einfach wegschmeiße. Wofür sollte ich sie mit nach Hause tragen? [cml_media_alt id='7318']Finisterra[/cml_media_alt]

Der Sonnenuntergang am Leuchtturm ist der perfekte Abschluss meiner Reise. Die Stimmung ist super und der Sonnenuntergang wirklich wunderschön.

Im Dunkeln gehen wir dann wieder herab und dann zu einem etwas abgelegenen Strand, um dort ein bisschen zu feiern. [cml_media_alt id='7324']Finisterra[/cml_media_alt]Dort angekommen, treffen wir auf zwei Deutsche, die ein Feuer entzündet haben. Wir gesellen uns dazu und so verbringen knapp 30 ehemals fremde Menschen den Abend zusammen. Im Rücken haben wir die Felsen, unter uns den Sand und vor uns das rauschende Meer. Der Himmel ist der helle Wahnsinn. Es wirkt, als würden die Sterne die Szene abdecken. Ich lege mich für eine Weile in den Sand und schaue nach oben. Es fühlt sich so weit und doch so behütet an. Es ist ein irres Gefühl. Ich sehe eine Sternschnuppe und wünsche mir etwas. [cml_media_alt id='7325']Finisterra[/cml_media_alt]Dann geht es ins Bett und am nächsten Tag nach Hause.
Ich werde den Jakobsweg und vor allem die Menschen, die ich kennengelernt habe sehr vermissen. Ich freue mich aber auch auf mein Zuhause. Mein Bett, allein in einem Raum zu schlafen, frische Kleidung und eine große Auswahl an Gewürzen zum Kochen zu haben.

Ich habe mich schon vor ein paar Tagen entschieden: Ich komme wieder!! Vielleicht laufe ich dann den Camino del Norte, den Küstenweg. Hauptsache raus, weg, in die Natur und zu Fuß.

“Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.”
Johann Wolfgang von Goethe
 

Alles Liebe

 

4 Kommentare

  1. Anna
    Montag, der 19. Februar 2018 / 18:16

    Hallo Rina,

    für mich geht es in knapp einer Woche los und die letzten Tage hat leider die Angst über die Vorfreude gesiegt.
    Deine Berichte und Bilder haben mich aber die letzten Tage einfach nur verzaubert und zuversichtlich gestimmt.
    Danke dafür! 🙂

    Liebe Grüße!
    Anna

    • Rina
      Autor
      Montag, der 19. Februar 2018 / 18:19

      Liebe Anna,
      hab keine Angst! Der Weg gibt dir alles, was du brauchst!
      Ich wünsche dir eine unvergessliche Zeit auf dem Camino!
      Liebe Grüße
      Rina

  2. Jessica
    Samstag, der 29. April 2017 / 21:19

    Ein eindrucksvoller Bericht! Ich habe den Jakobsweg noch vor mir und finde deine Erzählungen sehr ermutigend. Toll, dass du trotz all der Schmerzen durchgehalten hast und du so treue Weggefährten hattest.

    • Rina
      Autor
      Sonntag, der 30. April 2017 / 13:34

      Liebe Jessica,
      freut mich, dass dir mein Bericht gefällt.
      Ohne die anderen wäre es mir tatsächlich viel schwerer gefallen, durchzuhalten.
      Ich wünsche dir eine ganz tolle Zeit auf dem Camino! Wann geht es denn los? Läufst du die komplette Strecke?
      Liebe Grüße
      Rina

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