Mein Camino Português – Von Rubiães nach Tui

Mein Camino Português – Von Rubiães nach Tui

Endlich haben wir mal gut geschlafen. Und das, obwohl ein Pilger dermaßen geschnarcht hat, dass wir zwischendurch nicht anders können, als uns kaputt zu lachen. Als wir morgens um kurz vor 7 aufbrechen, regnet es wieder. Es ist sehr nebelig und wir warten, bis der Regen sich etwas legt, damit wir nicht komplett nass werden. Um Fotos zu schießen, ist morgens die beste Zeit, denn das Licht ist dann mit am besten.

Heute fühlt sich der Rucksack sehr leicht an. Habe ich irgendwas in der Herberge vergessen? Im Laufe des Tages stellt sich heraus, dass das nicht der Fall ist. Ich glaube, wir sind mittlerweile einfach eingelaufen. Auch haben wir heute kein Tape genutzt, denn auch unsere Füße haben sich an die tägliche Wanderung gewöhnt. Meine Blasen sind zwar immer noch da, aber ich ignoriere sie einfach.

Nach einer Stunde und 3,5 km auf und ab, kommen wir an einem Café vorbei und trinken uns erst mal einen Kaffee. Als wir aufbrechen wollen, beginnt es zu regnen und wir bleiben noch ein wenig sitzen. Alles richtig gemacht! Das ist übrigens unser Motto seit ein paar Tagen. Wir treffen einfach gute Entscheidungen. Oder wir haben einfach Glück. So oder so: läuft bei uns!

Den weiteren Weg reden wir sehr viel über das Leben, den Tod und dass man das Leben nutzen sollte, bis wir an einem Café vorbeikommen, das mitten im Grünen liegt. Hier verbringen wir die bisher schönste Pause des Camino und bleiben gleich eine ganze Stunde.

Der Rest der Etappe vergeht wie im Flug. Wir kommen noch mal an einem Pilgerstand vorbei, wo wir uns je einen Stempel und einen Obstspieß holen. In Valença stoppen wir nochmal für ein Eis, bevor wir die Brücke nach Tui überqueren und damit die Grenze zwischen Portugal und Spanien.

Wir checken zeitig in der Herberge ein und sind wieder die ersten, die in der Dusche sind und die Wäsche waschen.

Den Nachmittag verbringen wir in einem süßen und gemütlichen Café und kaufen etwas für das Frühstück im Supermarkt. Da es in der Herberge zwar eine Küche gibt, diese jedoch weder Töpfe und Pfannen noch Geschirr hat, entscheiden wir uns für eine Pizza beim Italiener.

Auch heute sind wir wieder gut müde und lassen den Abend früh ausklingen.

Morgen geht es auf 23 Kilometern nach Mos.

Alles Liebe

Rina

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