Car Camping – Die Ausstattung

Car Camping – Die Ausstattung

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Wie du ja vielleicht weißt, liebe ich die Natur und es draußen zu sein. Da ich allerdings im Biwacksack so schlecht schlafe, habe ich mir überlegt, dass ich mir in meinem Auto ja ein Nachtlager einrichten könnte. Gesagt getan. Ich habe also nach einer Matratze für mein Auto gesucht und dann erst mal einen ganzen Nachmittag Probe gelegen. Das hat so gut funktioniert, dass ich entschieden habe, dass mein nächster Urlaub ein Car Camping-Urlaub wird.

Bei der Ausstattung meines Autos war mir wichtig, dass es ein Auto bleibt. Ich möchte keinen Kastenwagen oder einen VW-Bus umbauen, sondern es soll ein Alltagsfahrzeug bleiben. Daher habe ich mich bei der Matratze für ein Luftbett entschieden. So kann ich auch jeden Tag theoretisch die Rücksitze wieder um klappen das Luftbett abbauen und als ganz normaler PKW weiterfahren.

Um ausreichend Privatssphäre zu gewährleisten, habe ich die Heckscheibe sowie die kleinen, hinteren Seitenfenster mit schwarzem Müllsack zugeklebt. Als Klebstoff habe ich hierbei selbstklebendes Klett-Band verwendet, so dass ich die Folien ablösen kann, wenn ich weiterfahren möchte.
Hinter die Frontscheibe klemme ich einen Sonnenschutz. Den kennst du wahrscheinlich: so ein silbrig glänzendes Harmonikading. Für die Seitenscheiben habe ich mir schwarzen blickdichten Stoff bestellt, diesen doppelt genommen und an den oberen und seitlichem Kanten in Abstand von circa 10 cm kleine Magnete eingenäht. So kann ich die Vorhänge ratzfatz am Rahmen befestigen und genauso schnell wieder ablösen.
Für die hinteren Seitenfenster habe ich noch jeweils eine Regenleiste gekauft, die ich abends einschiebe, falls es nachts regnet. Die seitlichem hinteren Scheiben lasse ich immer einen Spalt offen, damit ich nachts frische Luft bekomme. Außerdem ziehe ich über die Heckscheiben noch ein Mückennetz, damit ich nachts nicht aufgefressen werde.

So abgedunkelt ist es bei Dämmerung schon verdammt dunkel im Auto. Damit ich dann überhaupt noch etwas sehe, habe ich mir eine Lichterkette quer durch den Innenraum gespannt. Diese funktioniert mit Batterien und ist dimmbar.

Apropos Stromversorgung. Ich habe beide meiner Powerbanks eingepackt, die meine Handys (Ja, ich habe zwei Handys. Ein privates und ein Diensthandy. Mit zwei unterschiedlichen Netzanbietern, die mir an unterschiedlichen Orten ihre Dienste leisten.), meinen Lautsprecher, meine Stirnlampe und meine Kamera-Akkus laden. Zur Not gibt die Große auch meinem MacBook etwas Saft. Die Powerbanks wiederum lade ich während der Fahrt auf. Nur mein Fahrrad-Akku braucht ab und zu den Strom eines Campingplatzes. Da ich aber auch ab und zu mal eine Dusche brauche, trifft sich das dann ganz gut. Dafür habe ich dann einen Adapter, um die Steckdosen am Campingplatz nutzen zu können und ein Verlängerungskabel.

Zum Schlafen ziehe ich ein Spannbettlaken über und nehme Kissen und Bettdecke von zu Hause mit. Das ist einfach super kuschelig. Bei Nächten unter 10° ist es aber einfach zu kalt, nur in der normalen Bettdecke zu schlafen. Deswegen habe ich mir noch einen warmen Schlafsack zugelegt. Trotzdem nehme ich beides mit, denn die Gemütlichkeit meiner Bettdecke möchte ich mich missen.
Um im meinem Auto zu schlafen, klappe ich die Rücksitze um und blase das Luftbett mit der mitgelieferten elektrischen Pumpe auf. Sehr praktisch ist, dass mein Auto im Kofferraum ein 12 V Anschluss hat. An den Rücksitzen ziehe ich noch die Kopflehnen nach oben, damit das Luftbett auch im oberen Bereich Unterstützung von unten hat. Im Fußraum stehen je Seite jeweils eine große und eine kleine IKEA-Kiste mit meinem Equipment. Auf dem Beifahrersitz befinden sich meine zwei Rucksäcke mit Kleidung und Fahrradzubehör. Im Fußraum steht ein Korb mit Lebensmitteln und mein 12-Liter-Wasserkanister.
Wenn es mal hart auf hart kommt und ich mitten in der Nacht plötzlich weiterfahren muss, brauche ich nur die Scheiben freimachen, die Rucksäcke auf dem Beifahrer Sitz anschnallen und schon kann’s weitergehen.

An Kleidung habe ich meine übliche Wandermontur dabei. Außerdem noch eine kurze und eine lange Jeans und drei T-Shirts. Da es mittlerweile Herbst wird, habe ich noch ein Fleeceshirt und eine Fleecejacke eingepackt. Außerdem Regenjacke und Regenhose.
Neben meinem geliebten, großen Wanderrucksack, in dem ich alle meine Kleidung verstaut habe, habe ich noch ein Daypack mitgenommen. Hier habe ich mir wieder einen Osprey gegönnt, denn ich bin mit meinem großen Osprey bisher sehr zufrieden. Das tolle, neben der Farbe ist, dass ich hier meinen Helm am Rucksack befestigen kann, wenn ich mit dem Fahrrad etwas besichtigen fahre.

Zum Kochen habe ich mir einen Gaskocher samt Windschutz zugelegt, den ich mit einfachen Stech-Kartuschen befeuere. Dafür liegt dem Kocher ein Adapter bei, was sehr gut funktioniert. Um immer einen stabilen Untergrund zu haben, habe ich mir einen einfachen Tisch gekauft, den ich sowohl hoch als auch niedrig aufklappen kann. Dafür stecke ich entweder die Füße an, oder lasse es bleiben. Da mein Camping-Stuhl, den ich sowieso schon hatte, ein ganz flacher, bodennaher ist, koche ich meist „unten“.
Der Tisch mag auf den ersten Blick etwas groß für eine Person erscheinen, mir war aber wichtig, dass ich darauf kochen und gleichzeitig die Lebensmittel schneiden kann.

Für das Schneiden habe ich mein Klappmesser mitgenommen und mir eine Ikea Schneidunterlage zurecht geschnitten. Zum Kochen benutze ich das Topfset von Decathlon. Ich habe mich dafür entschieden, da es groß genug ist, um auch für zwei Personen zu kochen (ich liebe es ja am nächsten Tag das Aufgewärmte oder auch Kalte vom letzten Tag zu essen). Außerdem ist sowohl der Topf als auch die Pfanne beschichtet, was mega praktisch ist. Die Teller habe ich beide mitgenommen, beim Geschirr und den Tassen habe ich jeweils eins zu Hause gelassen. Dafür habe ich meinen Alu-Becher dabei.

In der Koch-Kiste sind außerdem noch ein Kellnermesser mit Flaschenöffner, ein Dosenöffner, ein Silikon-Schneebesen (die Topfbeschichtung wird es mir danken), eine Reibe (die übrigens genau auf meine Plastikdose passt), ein Pfannenwender, ein Kochlöffel, mein Feuerstahl, Mülltüten, Spülmittel und eine Spülwanne, Geschirrtücher und Gas-Kartuschen.

In der zweiten großen Box habe ich sämtliche Vorräte. Darin enthalten sind unter anderem: Nudeln, Reis, Sojaschnetzel, Mehl, Sojamilchpulver, Popcornmais, Gemüsebrühe, Hefeflocken, Gewürze, Salz- und Pfeffermühle, Öl, Essig, Sojasauce, Ahornsirup, Puddingpulver, Cuisine, Tütensuppen (zum würzen)…
Die flüssigen Vorräte habe ich in kleine Flaschen gefüllt und die festen, die normalerweise in größeren Packungen kommen, habe ich in kleine Dosen gefüllt.

Eine der kleineren IKEA-Boxen ist meine Toilettenbox. Darin habe ich meinen Kosmetikbeutel (der Inhalt ist der selbe wie auf meinen Wanderungen), eine kleine Schaufel, Toilettenpapier, eine Rettungsdecke, Kontaktlinsen inklusive Zubehör, Handtücher (groß und klein), Schmerzmittel, meine Lunette

In der zweiten kleinen Box, habe ich Zubehör und Technik verstaut. Hierzu zählen: Meine Powerbanks, Abspannseile für mein Tarp, Paracord, ein Bluetooth-Lautsprecher, Haken, Klemmen, Karabiner, extra Batterien, einen kleinen Ventilator, Panzertape, Spanngummis, stabiler Bindfaden, Trichter mit Schlauch (falls nur ein Waschbecken vorhanden ist, wenn ich den Wassertank auffüllen will), eine Bürste (um z.B. Schuhe zu säubern)…

Zur Unterhaltung habe ich mir zwei Bücher mitgenommen und zusätzlich mein E-Book-Reader. So habe ich noch mehr Bücher dabei. Außerdem habe ich mir ein paar Podcast-Folgen runtergeladen, so dass ich sie offline hören kann. Netflix bietet auf dem Handy auch die Möglichkeit an, Folgen oder ganze Filme herunter zu laden, um sie offline schauen zu können. Da habe ich mir ein paar Filme und auch ein paar Folgen meiner liebsten Serien runtergeladen, damit ich sie im Auto zum einschlafen oder auch an regnerischen Tagen schauen kann.

Außerdem neu auf meinem Handy: Die Outdoor-App von Komoot. Warum ich von meiner bisherigen ViewRanger-App abgekommen bin? Weil ich dieses Mal mein Fahrrad mitgenommen habe und auf der Suche nach einer App war, die mich auch auf dem Fahrrad navigiert. Google Maps macht das ganz wunderbar auf Straßen, aber nicht unbedingt auf Outdoor-Strecken. Außerdem kann ich dort keine GPX-Tracks von Strecken hochladen, die ich selbst geplant habe. Die App von Komoot funktioniert hier ganz wunderbar. Außerdem hat man schon viele vorhandene Strecken, die man verwenden oder auch an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Ich habe einmalig 30 € für die weltweite Karte bezahlt und kann nun so viel navigieren, wie ich möchte. Übrigens auch beim Wandern.

Meine Kamera ist natürlich auch mit allem Zubehör dabei: Systemkamera Sony alpha 6300 mit Zeiss 16 – 70 mm Zoom Objektiv, 10 mm Makro-Ring, KameratascheErsatz-AkkuPol-Filter und kleines Stativ.

Und das ist es schon. Das ist das, was ich dabei hatte. Ich habe während meiner Tour nicht alle Dinge gebraucht (es ist nicht jeder Notfall eingetreten, den ich bedacht hatte), aber alle Dinge würde ich genauso wieder mitnehmen.

Hier habe ich die Liste auch noch mal für dich in der Exel-Version zum ergänzen, ausdrucken, abhaken:

Packliste_Carcamping

Hast du Fragen? Anmerkungen? Tipps oder Tricks für mich? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Liebe Grüße

Rina

1 Kommentar

  1. Tanja
    Montag, der 7. Oktober 2019 / 07:11

    Huhu!

    Das finde ich eine klasse Sache mit dem Car Camping und ich denke, ehrlich gesagt, schon sehr lange über sowas nach. Unser Auto hätte den nötigen Platz, es ist ein Roomster und die Matratze haben wir bereits ?
    Aber ich muss warten, bis meine Tochter nicht mehr mit uns Urlaub machen will ? und mir stellt sich noch immer die Frage, wie ich es nachts machen würde, wenn ich mal für Pipi raus muss.
    Wahrscheinlich würde ich mir noch eine camping Toilette zulegen.

    Steigst Du an der Seitentüre ein und aus? Welches Auto hast Du? Wo befestigst Du Dein Rad? Bekommst Du dann auf dem Campingplatz eine Parzelle für Zelte zugewiesen? Und hast Du schon einmal auf einem Parkplatz übernachtet?

    Fragen über Fragen ??

    Viele Grüße
    Tanja

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